„Ich habe noch für fünfzehn Minuten
Sprit. Vielleicht auch nur für drei
oder vier. Die Anzeige funktioniert
nicht immer so genau.“
Nach einer Novelle und einem Roman sollte es wieder ein Kurzgeschichtenband werden. Nerven aus Stahl von Peter Coon beinhaltet zehn Kurz- und drei Kürzestgeschichten. Spannung und viel Anregung zum Nachdenken sind garantiert.
Aus dem Klappentext:
Was tun, wenn das Flugzeug nach dem Start eines der Fahrwerke verliert? Wie handeln, wenn zusätzlich unter einem die Welt zusammenbricht? Ein eher unwahrscheinliches Szenario? Sicherlich, doch auch unser Alltag verlangt oft genug nach Nerven aus Stahl. Peter Coons Kurzgeschichten schildern beides: das Normale und das Unglaubliche.
Einer der Texte wurde mit dem Literaturpreis Nordost ausgezeichnet.
Eines fällt auf: Die Short-Stories von Peter Coon sind länger geworden. Nur zehn ausgewachsene Kurzgeschichten finden diesmal auf derselben Seitenanzahl Platz, wo bisher dreizehn bis sechzehn passten. Dies mag seinen Grund darin haben, dass der Autor zurzeit nicht mehr wie früher für Literaturwettbewerbe schreibt. Denn die Einsendebedingungen solcher Ausschreibungen sehen fast immer eine strenge und oft sehr knappe maximale Zeichenanzahl vor. Somit musste beinahe jeder neue Text nach der Fertigstellung radikal gekürzt werden. Das macht kein Autor gerne, denn ganze Passagen müssen dabei weichen, allesamt lieb gewonnene Zeilen, die mit Herzblut erkämpft wurden. „Kill your Darling“ heißt dieses mühsame Geschäft. Doch tatsächlich tut dieser Vorgang fast jeder Kurzgeschichte gut. Wer gezwungen ist, eine kurze Geschichte zu schreiben, beschränkt sich auf das Wesentliche. Ein gekürzter Text wird intensiver, jeder einzelne Satz gewinnt an Gewicht – so wie jedes einzelne Wort bei Lyrik.
Aber warum dann neuerdings längere Texte? Sind sie also schlechter als die alten? Wie bei jeder Sache gibt es mehrere Seiten der Betrachtung. Ja, kürzere Texte mögen intensiver wirken, längere aber haben mehr Potenzial, Atmosphäre zu schaffen. Kürzere können vielleicht stärker beeindrucken, ihre Pointen sind vielleicht krasser, längere aber ziehen die Lesenden vielleicht stärker in ihren Bann, lassen sie tiefer eintauchen in das Geschehen. Womöglich aber ist alles viel einfacher: Es gibt neben den Fans des Kürzeren eben auch die des Längeren. In diesem Buch findet sich beides.
Wieso beides? Neben den zehn Kurzgeschichten enthält dieser Band auch drei Kürzestgeschichten. Sie sind jeweils kürzer als eine Buchseite, eröffnen aber ein ganzes Universum. In ihrer Kürze und Intensität kommen sie der Lyrik schon deutlich nahe. Auch hierbei zählt fast jedes Wort, und ach so vieles muss sich völlig eigenständig im Kopf der Leserin oder des Lesers entfalten. So kommt es, dass jeder/jede diese Geschichten anders lesen und verstehen wird, ganz abhängig vom derzeitigen Gemütszustand. Und es werden völlig unterschiedliche Fragen entstehen und nach der Lektüre auch stehen bleiben.
Fragezeichen erzeugen tatsächlich alle Geschichten von Peter Coon. Im Buch heißt es dazu:
Wie bei Short-Stories üblich, bleibt vieles unerwähnt. Natürlich ist eine solche Geschichte mit dem Punkt am Ende nicht wirklich beendet; stets bleibt die Aufforderung, alles weiterzudenken.
| Nerven aus Stahl Zehn Kurz- und drei Kürzestgeschichten 144 Seiten | ||||
| • Hardcover | ISBN 978-3-6951-5564-4 | € 18,- | beim Verlag | bei amazon |
| • Taschenbuch | ISBN 978-3-6951-5565-1 | € 9,- | beim Verlag | bei amazon |
| Erschienen 2026 bei Books on Demand Erhältlich in allen Buchhandlungen | ||||
Wie schon bei Peter Coons erstem Roman Entgrenzt wird keine einzelne Buchvorstellung organisiert. Stattdessen lässt der Autor sich erneut gerne einladen, sein Buch persönlich im kleinen Kreis vorzustellen.
Ein fertiges Programm existiert bisher noch nicht. Denkbar sind Treffen in privatem Rahmen mit einer Lesedauer von 30-90 Minuten. Anschließende Diskussionen oder Fragerunden sind ausdrücklich erwünscht. Konkreteres wird dann mit jedem Gastgeber / jeder Gastgeberin abgesprochen …
Als grobe Orientierung können die Hinweise zur Entgrenzt-Wohnzimmerlesung dienen.
| Brigitte Hausherr am 05.04.2026 um 12:25 Uhr | Lieber Peter, herzlichen Glückwunsch zum neuen Buch. Ich freue mich darauf, Deine Geschichten zu lesen. Viel Erfolg damit. Viele Grüße aus Sprockhövel, Brigitte |
Schon lange angekündigt und von vielen erwartet: der erste Roman von Peter Coon. Titel und Untertitel lauten: Entgrenzt – Wenn künstliche Intelligenz die natürliche sucht. Diese Geschichte – spannungsreich und philosophisch – handelt von künstlicher und natürlicher Intelligenz und beleuchtet sehr kurzweilig die Eigenheiten und Widersprüche des menschlichen Wesens.
Nach drei Kurzgeschichtenbänden und einer viel zu langen Pandemiezeit erscheint mit Wagnis nun endlich wieder ein Buch von Peter Coon – diesmal eine einzelne Geschichte, eine Novelle über Pazifismus in Zeiten des Krieges.