Stalker in der Kirche

Lesen & Loben in Witten

Am 08.01.2020 war ich zu Gast im „Oberstübchen“ der Wittener Buchhandlung Lehmkul, vier Tage später in der Martin-Luther-Kirchengemeinde (MLKG). Lesen & Loben heißt die Veranstaltungsreihe, die seit nunmehr acht Jahren von der MLKG gestaltet wird und zu der ich in diesem Jahr als Kurzgeschichten-Autor eingeladen wurde.

Zwei Mal im Jahr findet Lesen & Loben statt. Stets werden bei Lehmkul Bücher vorgestellt, und am Sonntag darauf wird im Gottesdienst dazu gepredigt. Diesmal war es Pastor Dirk Schuklat, der sich „Stalker“ vornahm, eine meiner Kurzgeschichten aus „Mama hält mich fest, wenn ich lache“. Ausgerechnet „Stalker“. Hätte nicht gedacht, das man dazu predigen kann :-)

Doch zunächst begann alles bei Lehmkul. Im gemütlich hergerichteten Oberstübchen, einem kleinen Leseraum in der ersten Etage der Buchhandlung, hatte ich eine Stunde Zeit für mein Programm. „Entscheidungen“ hatte ich mir als Thema gesetzt und passende Kurzgeschichten aus meinen Büchern ausgewählt, angenehm heitere aber auch bissige und verstördende, und so wurde es ein herausfordernder Abend für die knapp zwanzig Gäste. Sie sind nicht immer leicht, meine Texte ...

In der Buchhandlung ...
... Lehmkul

Am darauffolgenden Sonntag dann habe ich eine weitere Short Story gelesen. Vorher stellte Dirk Schuklat mir auf der Bühne ein paar Fragen. Die für mich beeindruckendste war die, ob ich mich mit einem Zitat aus Matthias Brandts Debut-Roman „Raumpatroille“ identifizieren könne:

„Alles, was ich erzähle, ist erfunden.
Einiges davon habe ich erlebt.
Manches von dem, was ich erlebt habe,
hat stattgefunden.“

Ja, das konnte ich in der Tat. Genau so ist es auch bei mir :-)

In der anschließenden Predigt hieß es dann:

„Die biblischen Bücher Esther, Ruth, das Hohelied der Liebe und einige Geschichten Jesu aus den Evangelien kommen ganz oder teilweise ohne Gott aus. Sie werden erst in der Aneignung durch den deutenden Leser zu einer Glaubens- und Lebensgeschichte.“

Auch das kann ich unterschreiben. Ich habe mich oft gefragt, warum meine Gott-losen Kurzgeschichten so gut ins Kirchen-Umfeld passen. Der Grund ist sicher, dass die christlichen Traditionen und ich in unseren Texten und Erzählungen für sehr ähnliche Werte kämpfen. Und für ganz ähnliche Ideen:

„Lass uns mal wieder was Verrücktes machen.“
„Warum?“
„Warum nicht?“

Mit Dirk Schuklat ...
... in der Martin-Luther-Kirche Witten

Herzlichen Dank von hier aus für die Möglichkeit, eine spannende Lesestunde zu gestalten, mit Kurzgeschichten, Getränken und Knabbersachen bei der Buchhändlerin Sabine Wirths-Hohagen, die seit Jahren schon in ihrem Laden meine Bücher fördert. Herzlichen Dank an Uta und Andreas Schremb für die Einladung, die Vorbereitung und die gewohnt großartige Ankündigung. Und herzlichen Dank an Dirk Schuklat und die MLKG, dass ich einen weiteres Mal in einer Kirche lesen durfte – einem Ort, an dem sich meine Kurzgeschichten tatsächlich sehr gut machen – und diesmal sogar im Gottesdienst :-)

Immer mit dabei: Die Clara ...
... und die Füße :-)
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In der Buchhandlung ...
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... Lehmkul
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... in der Martin-Luther-Kirche Witten
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Immer mit dabei: Die Clara ...
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... und die Füße :-)
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Termindaten Lesung Mittwoch, 08.01.2020
19:00 Uhr

Oberstübchen der
Buchhandlung Lehmkul

Marktstr. 5
58452 Witten (Rathausplatz)

Eintritt frei
Termindaten Predigt
(im Rahmen des Gottesdienstes)
Sonntag, 12.01.2020
10:30 Uhr

Martin-Luther-Kirchengemeinde (MLKG)
Ardeystr. 138
58455 Witten

Eintritt auch frei ;-)

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